Steuerfuss 2026: Welche Gemeinden erhöht und gesenkt haben
In 6 Kantonen haben 52 Gemeinden ihren Steuerfuss erhöht und 78 gesenkt; 606 blieben gleich. Es haben also deutlich mehr Gemeinden gesenkt als erhöht.
Das Wichtigste
Die stärkste Erhöhung: Kleinbösingen FR, von 60 auf 75 Prozent – das sind 25.0 Prozent mehr Gemeindesteuer (Steuerjahr 2025).
Die stärkste Senkung: Neuheim ZG, von 65 auf 59 Prozent – das sind 9.2 Prozent weniger Gemeindesteuer.
Im Kanton Zug haben 9 von 11 Gemeinden gesenkt und keine einzige erhöht.
Im Kanton Zürich hat zudem der Kanton selbst seinen Steuerfuss gesenkt, von 98 auf 95 Prozent. Wer dort wohnt, zahlt deshalb auch dann weniger Staatssteuer, wenn die Gemeinde nichts geändert hat.
Was eine Änderung für Sie bedeutet
Entscheidend ist nicht, um wie viele Punkte ein Steuerfuss steigt, sondern um wie viel Prozent. Fünf Punkte
sind bei einem Steuerfuss von 100 fünf Prozent mehr Gemeindesteuer, bei einem Steuerfuss von 50 zehn Prozent.
Die Prozentangaben unten rechnen das für jede Gemeinde aus.
Sie beziehen sich auf den Teil der Rechnung, den die Gemeinde festlegt. Die Staatssteuer des Kantons und die
direkte Bundessteuer kommen dazu und dämpfen den Effekt auf die ganze Rechnung: Steigt die Gemeindesteuer um
zehn Prozent, steigt die Gesamtrechnung um deutlich weniger.
Kanton Zürich: 13 erhöht, 37 gesenkt
Verglichen sind 160 Gemeinden, gerechnet auf den Gemeindesteuerfuss.
Erhöht
Ossingen: 99% → 113%, +14.1 Prozent Gemeindesteuer
Henggart: 103% → 111%, +7.8 Prozent Gemeindesteuer
Verglichen sind 279 Gemeinden, gerechnet auf die Gemeindesteueranlage. 51 weitere lassen sich nicht vergleichen, weil die Quelle für sie keine Vorjahreszahl enthält.
Verglichen sind 120 Gemeinden, gerechnet auf den Gemeindesteuerfuss. Hier ist es die Änderung von 2024 auf 2025, weil der Kanton ein Jahr später publiziert. 1 weitere lassen sich nicht vergleichen, weil die Quelle für sie keine Vorjahreszahl enthält.
Erhöht
Kleinbösingen: 60% → 75%, +25.0 Prozent Gemeindesteuer
Tentlingen: 76.1% → 86%, +13.0 Prozent Gemeindesteuer
Verglichen sind 736 Gemeinden, bei denen die Quelle die Vorjahreszahl enthält. Wo eine Zeitreihe
eine Lücke hat, steht die Gemeinde nicht in der Liste, statt dass eine Änderung über zwei Jahre als eine über
ein Jahr erscheint.
Freiburg publiziert ein Jahr später; dort ist es die Änderung von 2024 auf 2025.
Bern schreibt eine Steueranlage als Faktor, also 1.79 statt 179 Prozent. Die Prozentangaben zur Änderung gelten genauso.
Im Kanton Thurgau ist der Gemeinde- und Schulsteuerfuss zusammen gemeint, weil die Schulgemeinden dort getrennt erheben. Eine Änderung der Schulgemeinde zählt also mit.
Die Zahlen stammen von den kantonalen Statistikstellen und stehen als CSV und JSON zum
Download, mit der Herleitung pro Kanton.